Burger und Benzin mit der Uhr bezahlen

Vor gut einem Monat startete der Bezahldienst Apple Pay in Deutschland, Zehntausende Kunden nutzen ihn bereits. Das sind deutlich mehr als zunächst erwartet. Weil mobiles Bezahlen dadurch alltäglicher wird, profitieren auch andere Anbieter von der Entwicklung. Das Bargeld bleibt in Deutschland aber ungeschlagen.

In dem Supermarkt in der Kölner Innenstadt geht es schnell voran. Die Kassiererin zieht in rasantem Tempo die Ware über den Scanner, nennt den Betrag – und stutzt. Was hat der Kunde gerade gesagt, er möchte mit dem Handy bezahlen? Ja, beteuert der, hält sein iPhone ans Kartenterminal, und es macht “Ba-Bing”. Knapp einen Monat nach dem Start von Apple Pay in Deutschland ist der Trend des mobilen Bezahlens noch nicht an allen Kassen angekommen – aber bei den Kunden. Banken sprechen von übertroffenen Erwartungen, von Hunderttausenden registrierten Geräten. Zudem hat der Start die Konkurrenz beflügelt.

Seit dem Start des Bezahldienstes aus Cupertino im Dezember können Apple-Kunden in Deutschland endlich auch mobil bezahlen. Kunden müssen ihre Kreditkarte dafür in die digitale Geldbörse, die sogenannten Apple Wallet, legen. Dann können sie online, in Apps und an vielen Ladenkassen kontaktlos mit Smartphone oder Smartwatch bezahlen. Einzige Voraussetzung: Ihr Finanzinstitut muss mit Apple kooperieren.

Für Christopher Schmitz, Experte für mobiles Bezahlen bei EY, bringt der Start von Apple Pay in Deutschland das digitale Bezahlen in der Bundesrepublik deutlich voran. Bereits die Ausstattung von knapp 80 Prozent aller Terminals mit einer Funktion zum kontaktlosen Bezahlen, ebenso der Start von Google Pay, seien wichtig gewesen. Apple gebe dem Ganzen nochmal einen kräftigen Schub. “Die Marke bringt viel Aufmerksamkeit mit”, sagt Schmitz.

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